BUND Kreisverband
Groß-Gerau

Neues von der Photovoltaik

06. April 2021 | Ressourcen & Technik, Nachhaltigkeit, Atomkraft, Energiewende, Kohle

Seit November 1995 lief unsere Photovoltaik-Anlage, eine der ersten in Rüsselsheim. Die Leistungsfähigkeit der Anlage dürfte aktuell bei 80% liegen. Ca. 35.000 kWh hat sie produziert.

Wir haben die funktionierende Anlage jetzt abgeschaltet!

Angebote, weiterhin den PV-Strom abzunehmen, liegen, bei ct 2,x/kWh. Strom aus erneuerbaren Energien zu kaufen kostet mich 30 ct/kWh. Ein schwer verständliches Verhältnis.

Was aber hinzu kommt, sind die erheblichen Zusatzkosten für Messgeräte und Umbauten.

Dazu dann noch der bürokratische Aufwand – von „Stammdatenregister“ bis „Steuerklärung“.

Und dann sind 2 Cent einfach lächerlich.

Von meinem jetziger (Ökostrom-)Versorger wurde mir (hinter vorgehaltener Hand) empfohlen, die Anlage abzubauen.

De facto bedeuten diese politischen und wirtschaftlichen Hürden einen Abbau der Phptpvoltaik auf unseren Dächern auch in Rüsselsheim! Die Liste der „Ü20“-Anlagen ist gar nicht so klein ist und wird deutlich wachsen.

Auch die Stadtwerke Rüsselsheim haben außer einem Achselzucken – „Es ist halt so!“ - bisher keinen Ausweg angeboten.

Diese sogenannte „Kleine Photovoltaik“ könnte nach einer Studie von Energy Brainpool 19% des deutschen Strommixes erzeugen, immerhin 140 Gigawatt!

Und so setzt sich die systematische Bevorzugung der großen finanzkräftigen Energie-Player fort. Dagegen fordert das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) den Abbau der Barrieren
für kleine, lokale Akteure! Dort gibt es auch die meisten Arbeitsplätze für diesen Bereich!

Wenn wir dann noch an den ständig wachsenden Strombedarf durch Elektrifizierung von Fahrrädern und Automobilen, oder auch die Digitalisierung denken, fragten wir uns, ob das ganze nicht doch eine abgekartete Geschichte von Vertretern der Braunkohle- und/oder der
Atom-Industrie ist. …..


J. Müller

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