BUND Kreisverband
Groß-Gerau

FLUGHAFEN: so geht´s auch!

14. Februar 2021 | Lebensräume, Naturschutz, Nachhaltigkeit, Ressourcen & Technik

Die französische Regierung verzichtet vor dem Hintergrund der Corona-Krise auf den milliardenschweren Ausbau des Pariser Großflughafens Charles de Gaulle. Es handele sich um ein „überholtes Vorhaben“, sagte Umweltministerin Barbara Pompili der Tageszeitung „Le Monde“.

Die französische Regierung verzichtet vor dem Hintergrund der Corona-Krise auf den milliardenschweren Ausbau des Pariser Großflughafens Charles de Gaulle. Es handele sich um ein „überholtes Vorhaben“, sagte Umweltministerin Barbara Pompili der Tageszeitung „Le Monde“ vom Freitag.
Das nun fallengelassene Projekt eines neuen vierten Terminals des Airports nordöstlich der französischen Hauptstadt hatte laut „Le Monde“ einen Umfang von 7 bis 9 Milliarden Euro. Bis 2037 sollte die neue Anlage fertig sein.
Charles de Gaulle war demnach vor der Corona-Krise der europaweit zweigrößte Flughafen nach London-Heathrow. Wegen der Reisebeschränkungen in vielen Ländern gibt es weltweit deutlich weniger Flugpassagiere als sonst.
Wegen Klimaschutz weniger Kurzstreckenflüge
Die Regierung bitte den Betreiber Aéroports de Paris (ADP), ein neues Zukunftskonzept zu entwerfen. Dabei gehe es auch darum, den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern, sagte die Ressortchefin dem Blatt.
Ein am Mittwoch im französischen Kabinett beratenes Paket von Gesetzesentwürfen, das auf einen Bürgerkonvent zum Klimaschutz zurückgeht, sieht ein Verbot von Kurzstreckenflügen in Frankreich vor, wenn eine Zug-Alternative existiert.

ADP teilte mit, man nehme den Wunsch der Regierung zur Kenntnis dieser sei auch eine der Folgen der Corona-Krise.

(Der BUND KV dankt Ingrid Wagner vom bbi für die Weiterleitung dieses Artikels. )

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